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Bilddateien sind Public Domain Mark 1.0. Bonn, Akademisches Kunstmuseum, ID7425.

Ptolemaios IV Philopator
Inventarnummer: G.61.97

Münzstand: Antike Herrscherprägung, Autorität: Ptolemaios IV. Philopator (245-204 v. Chr.)

Nominal: Tetradrachme

Datierung: 219-217 v. Chr.

Land: Ägypten
Münzstätte: Alexandria (Ägypten)

Vorderseite: Drapierte Büsten von Sarapis und Isis nach r.; Serapis mit Lorbeerkranz und atef-Krone; Isis mit Getreidekorn und gehörnter Scheibe über der Stirn
Rückseite: ΠΤΟΛΕΜΑΙΟΥ - ΒΑΣΙΛΕΩΣ.. Adler mit zusammengelegten Flügeln auf Blitzbündel nach l., den Kopf rückwärtsgewandt, mit gefülltem Doppelfüllhorn über der Schulter; zwischen den Krallen ΔΙ.

Herstellung: geprägt

Münze, Silber, 13,98 g, 27 mm, 12 h

Literatur: C.C. Lorber. Coins of the Ptolemaic Empire. 5 vols. in 2 parts. New York. 2018 and 2025, 892; Svoronos 113-114; T. Landvatter. “The Serapis and Isis Coinage of Ptolemy IV” in AJN 24 (2012), Group 4, 44a (O12/R33- this coin); SNG Copenhagen 197-198

Provenienz: Spende D. Bellinger; ex CNG 126(2024)374; ex Künker 288(13.03.2017)242; Leu 7(1973)471; Ars -Classica&Naville XII(27.06.1928) 2604; ex Delta 1922 Hoard(IGCH 1690)

Webportale:
http://numismatics.org/pco/id/cpe.1_1.892

Die Münze stammt aus dem Delta Hoard 1922 IGCH 1690). Der von T. Landvatter erstellte Katalog (vgl a.a.O.) umfaßt 159 Exemplare dieses Münztyps, die aus 37 Vs.- und 95 Rs.-Stempeln geprägt sind. Das Kontrollzeichen ΔΙ, das auch von den Bronzemünzen bekannt ist (vgl. G.61.69), steht für die Münzstätte von Alexandria. Münzen dieses Typs wurden aber auch in Sidon, Askalon und Soloi geprägt. Der Schwerpunkt der Emissonen liegt aber in Alexandria. Im Delta-Hoard befanden sich 13 Münzen dieses Typs mit dem Kontrollzeichen DI. Wichtig für die Datierung war, daß der Fund auch Münzen enthielt, die schon unter Ptolemaios III geprägt worden waren. Die Serapis/Isis-Tetradrachmen wurden also in den Anfangsjahren der Herrschaft von Ptolemaios IV geprägt und stehen - auch nach den Funden in Syrien - im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Seleukiden Antiochos III und der Schlacht bei Raphia im Jahr 217 v. Chr.. In diesem Krieg kämpften erstmals ägyptische Soldaten auf der Seite der Makedonenen. Dies erklärt vermutlich die Annäherung des Königspaars an Serapis und Isis, also an die alt-ägyptische Götterwelt.

Bonn, Akademisches Kunstmuseum

Zitierweise für dieses Objekt: Digitales Münzkabinett des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn, G.61.97

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