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Bilddateien sind Public Domain Mark 1.0. Bonn, Akademisches Kunstmuseum, ID6467.
Ptolemäer: Arsinoe II.
Inventarnummer: G.61.91
Münzstand: Antike Herrscherprägung, Autorität: Ptolemaios II. Philadelphos (308-29.01.246 v. Chr.)
Nominal: Dekadrachme
Datierung: 253/2-250/49 v. Chr.
Land: Ägypten
Münzstätte: Alexandria (Ägypten)
Vorderseite: Verschleierte Büste der vergöttlichten Arsinoe II., Frau von Ptolemaios II. Philadelphos, mit königlichem Diadem, Ammonshorn rund um das Ohr und Lotoszepter über der linken Schulter; links im Feld EE; Perlkreis
Rückseite: APΣINOHΣ - ΦIΛAΔEΛΦOY. Ein mit dem königlichen Diadem umbundenes Doppelfüllhorn, darin ringförmige Kuchen, Granatapfel und andere Früchte, sowie jeweils von dem Rand der Füllhörner herabhängende Weintrauben; Perlkreis
Herstellung: geprägt
Münze, Silber, 34,66 g, 35 mm, 12 h
Dargestellte/r:
Arsinoe II.
Veräußerer (an Vorbesitzer):
Leu Numismatik AG (Winterthur)
Vorbesitzer:
Dr. Dieter Bellinger (1939-)
Literatur: C.C. Lorber, Coins of the Ptolemaic Empire, Part I Vol. 1 Nr. 347 und pl. 26, 347; J.N. Svoronos, Die Münzen der Ptolemäer, Athen 1904, 940; H. Troxell, Arsinoe's Non-Era, Museum Notes 28 (1983) Group III, p. 44 und pl 7,6.
Provenienz: Spende D. Bellinger; ex Leu Numismatics 16 (2021) 887.
Webportale:
http://numismatics.org/pco/id/cpe.1_1.347
Die auf dem ptolemaischen Standard geprägte Dekadrachme wurde von Ptolemaios II. in Erinnerung an seine um 270 v. Chr. verstorbene Schwester und Gattin Arsinoe ausgegeben. Zwei Jahre zuvor hatte das Herrscherpaar den Titel Theoi Adelphoi ("göttliche Geschwister") angenommen. Nach Arsinoes Tod stiftete Ptolemaios II. den Kult der Thea Philadelphos (der den "Bruder liebenden Göttin"). Aus diesem Anlass wurde die Dekadrachme ausgegeben. Etwa 10 Jahre später, um 261 v. Chr., wurde die Prägung durch die Emission von Gold-Oktodrachmen ergänzt. Die Dekadrachmen sind durch die Buchstaben A-Ω (= 1-24), die Buchstaben AA-ΩΩ (= 25-48) oder die kursiv geschriebenen Buchstaben A-B gekennzeichnet. Es handelt sich nicht um die Angabe der Jahre seit dem Tod der Arsinoe, sondern um die Kennzeichnung der Münzserien. Mit den Buchstaben EE gehört diese Münze zu der Serie 29 - und damit zu einer Phase intensiver Prägetätigkeit am Ende des 2. Syrischen Kriegs. Wie sich aus stilistischen Untersuchungen, aus dem Vergleich mit datierten in Palestina ausgegebenen Münzen, aus dem in das Jahr 258 v. Chr. datierten Zenon Papyrus sowie aus dem Alexandria- und dem Meydancikkale-Fund ergibt, betrug die Prägedauer rund 25 Jahre, d.h. bis kurz nach dem Regierungsantritt von Ptolemaios III. Euergetes. Aus dem kultischen Bezug erklären sich die verschiedenen mit dem Porträt verbundenen Symbole, die die Göttlichkeit der Arsinoe der griechischen und ägyptischen Bevölkerung vermitteln sollten (C.C. Lorber a.a.O S. 122-128; H. Troxell a.a.O S. 35-70; vgl. auch Marmorporträt der Arsinoe, Akademisches Kunstmuseum Inv. B 284 und dazu K.Kyrieleis, in: Antiken aus dem Akademischen Kunstmuseum, Düsseldorf 1971, S. 18-20). Zu den unter Ptolemaios III. ausgegebenen überdurchschnittlich schweren Silberprägungen gehören auch die Dodeka- und Dekadrachmen mit dem Porträt von Berenike II. - dazu die Stempelstudie von T. Sewell-Lasater, A Die Study of the Gold and Silver Coinage of Berenike II with Numismatic and Historical Commentary, RN 177 (2020) 59-116.
Bonn, Akademisches Kunstmuseum
Accession Zugangsart Schenkung
Zitierweise für dieses Objekt: Digitales Münzkabinett des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn, G.61.91
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