https://mk-bonn.ikmk.net/object?id=ID5615
|
![]() ![]() |
|
Bilddateien sind Public Domain Mark 1.0. Bonn, Akademisches Kunstmuseum, ID5615.
Seleukiden: Antiochos III.
Inventarnummer: G.58.95
Münzstand: Antike Herrscherprägung, Autorität: Antiochos III. (242-187 v. Chr.)
Nominal: Tetradrachme
Datierung: nach 202 bzw. 197-187 v. Chr.
Land: Syrische Arabische Republik
Münzstätte: Damaskus (Dimašq)? (Syria)
Vorderseite: Kopf des Antiochos III. mit kurzen anliegenden Haar und Diadem n.r.; Perlkreis
Rückseite: BAΣIΛEΩΣ / ANTIOXOY. Apollon n.l. auf Omphalos sitzend, in der Rechten Pfeil, die Linke auf den Bogen gestützt; im Abschnitt ΔI; Perlkreis
Herstellung: geprägt
Münze, Silber, 16,64 g, 29 mm, 1 h
Dargestellte/r:
Antiochos III.
Veräußerer (an Vorbesitzer):
Gorny & Mosch (München)
Vorbesitzer:
Dr. Dieter Bellinger (1939-)
Literatur: Seleucid Coins I, 1112; E.T. Newell, The coinge of the Eastern Seleucic Mints, New York 1978, 608, Plate XLV,4; O.D. Hoover, Handbook of Greek Coinge Series, Volume 9, Syrian coins, 447 cc
Provenienz: Spende Bellinger; ex Gorny & Mosch 265 (2019) 477
Webportale:
http://numismatics.org/sco/id/sc.1.1112
Die Münze trägt auf der Rückseite das Kontrollzeichen ΔI. E.T. Newell hatte die mit ΔI gekennzeichneten Münzen der Münzstätte Ecbatana zugewiesen und in die Zeit des Indien-Feldzugs (209-205 v. Chr.) datiert. Dagegen spricht der späte Porträttyp (Typ D/E), der mit dem in Paris bewahrten Marmorporträt von Antiochos III. verglichen und um 205 v. Chr. datiert wird. Aus numismatischer Sicht ist entscheidend, dass die zahlreich erhaltenen Münzen aus Funden stammen, die ausschließlich in Syrien und in Kleinasien gemacht worden sind. Der militärische Charakter des Porträts und die offensichtlich rasche Produktion dieser umfangreichen Münzserie lassen vermuten, dass die Münzen - nach dem 5. Syrischen Krieg - zur Vorbereitung des Feldzugs nach Kleinasien geprägt worden sind. Die Münzen könnten noch in Damaskus oder - wegen der Verbindung mit anderen Kontrollzeichen - auch erst weiter nördlich, wie z.B. in Beroia (Aleppo) geprägt worden sein.
Bonn, Akademisches Kunstmuseum
Accession Zugangsart Schenkung
Zitierweise für dieses Objekt: Digitales Münzkabinett des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn, G.58.95
Permalink: https://mk-bonn.ikmk.net/object?id=ID5615
Texte und Beschreibungen in diesem Online-Katalog stehen unter einer CC BY-SA 4.0 Lizenz.