https://mk-bonn.ikmk.net/object?id=ID5158


Image files are licensed Public Domain Mark 1.0. Bonn, Akademisches Kunstmuseum, ID5158.

Ptolemäer: Ptolemaios II. Philadelphos
Inventory no: G.61.90

Class/status: Ancient Ruler's issue, Authority: Ptolemaios II. Philadelphos (308-29.01.246 v. Chr.)

Denomination: Diobol

Date: 285-261/60 v. Chr.

Country: Egypt
Mint: Alexandria (Egypt)

Obverse: Kopf des Zeus mit Lorbeerkranz n.r.
Reverse: ΒΑΣΙΛΕΩΣ - ΠΤΟΛΕΜΑΙΟΥ. Adler mit geöffneten Flügeln auf Blitzbündel n.l: im linken Feld Monogramm aus Σ über dem sog. gallischen Schild, darunter ΣI, zwischen den Beinen des Adlers Monogramm aus AΠ

Production: struck

Coin, Bronze, 16,90 g, 28 mm, 12 h

Vendor (to prev. Owner):
Classical Numismatic Group

Previous owners:
Dr. Dieter Bellinger (1939-)

Publications: C.C. Lorber, Coins of the Ptolemaic Empire, Part 1 Volume 2, New York 2018, B181; J.N. Svoronos, Die Münzen der Ptolemaier, Athen 1904-1908, 556; vgl. H.C. Noeske, Die Münzen der Ptolemaier, Frankfurt 2000 Nr. 62 var. (anderes Monogramm unterhalb des Schildes); W. Weiser, Katalog ptolemäischer Bronzemünzen der Universität Köln, Opladen 1995, Nr. 10-17 var. (andere Monogramme).

Provenance: Spende D. Bellinger; ex CNG 408 (2017) 272.

Web Portals:
http://numismatics.org/pco/id/cpe.1_2.B181

Die Münze gehört zu der zweiten Serie der in Alexandria geprägten ptolemäischen Münzen. Sie wurde in der ersten Hälfte der Herrschaft von Ptolemaios II., d.h. vor der Münzreform von ca. 261 v. Chr., geprägt. Ab ca. 274 v. Chr., wurden Gold-, Silber- und Bronzemünzen mit dem Zeichen des sog. gallischen Schildes versehen. Über einen längeren Zeitraum - nach den Silbermünzen zu urteilen, von 279 bis 262 v. Chr. - tritt ein Monogramm aus Σ auf. Es wird in der Regel von zwei anderen Zeichen, d.h. Monogrammen von Münzbeamten und Emissionsnummern, unterhalb des Schildes und zwischen den Beinen des Adlers begleitet. Die Münze gehört zu einem Nominalsystem, dessen Bronzemünzen Gewichte von ca. 24, 16, 8, 4 und 2 g haben. Bei der vorliegenden Münze könnte es sich um ein Oktachalkon, d.h. um einen Obol, oder - bei einer etwaigen Überbewertung der Bronze im Verhältnis zu Silber - um einen Diobol gehandelt haben. Innerhalb dieses Nominalsystems ist das Obol/Diobol das häufigste Nominal. Es diente auch als Vorlage für Münzen, die in Sizilien unter Hieron II., allerdings ohne die Emissionszeichen, geprägt wurden. (O. Morkholm, Early Hellenistic Coinage, Cambridge 1991, 101-106; G. Le Rider / F. de Callataÿ, Les Séleucides et les Ptolémées, 2006, S. 38-42 und 56-58, A. Davesne / G. Le Rider, Le Trésor de Meydancikale, Paris 1989, S. 275-300; S. v. Reden, Money in Ptolemaic Egypt, Cambridge 2007,62-70 und zu den sizilischen Prägungen G.61.76 und G.61.89).

Bonn, Akademisches Kunstmuseum
Accession Zugangsart Schenkung

Recommended Quotation: Digitales Münzkabinett des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn, G.61.90

Permalink: https://mk-bonn.ikmk.net/object?id=ID5158