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Bilddateien sind Public Domain Mark 1.0. Bonn, Akademisches Kunstmuseum, ID3984. Aufnahme durch Akademisches Kunstmuseum Bonn.
Seleukiden: Antiochos IX. Kyzikenos
Inventarnummer: G.58.88
Münzstand: Antike Herrscherprägung, Autorität: Antiochos IX. Philopator (-96 v. Chr.)
Nominal: Tetradrachme
Datierung: 111-110 v. Chr.
Vorderseite: Kopf des Antiochos IX., kurzer Backen- und dünner Schnurbart, mit Diadem n.r.; gerahmt durch Perlstabkranz
Rückseite: ΒΑΣΙΛΕΩΣ / ΑΝΤΙΟΧΟΥ // ΦIΛOΠATOPOΣ. Athena n.l. stehend; die linke Hand auf ein am Boden stehenden Schild gestützt, im Armwinkel Lanze; auf der ausgestreckten rechten Hand Nike, die sich mit einem Kranz in den erhobenen Händen n.l. wendet; links im Feld Monogramm aus H und P; das Ganze im Lorbeerkranz
Herstellung: geprägt
Münze, Silber, 16,30 g, 28 mm, 12 h
Dargestellte/r:
Antiochos IX. Philopator
Veräußerer (an Vorbesitzer):
Classical Numismatic Group
Vorbesitzer:
Dr. Dieter Bellinger (1939-)
Literatur: Seleucid Coins II, 2389 ("uncertain mint 123"); O.D. Hoover, Handbook of Greek Coinage Series, Volume 9, Syrian Coins, Lancaster/London 2009, 1067j 1228 m; E.T. Newell, Late Seleucid Mints in Ake-Ptolemais and Damascus, American Numismatic Society Numismatic Notes and Monographes 84 (1939) 48
Provenienz: Spende D. Bellinger; ex CNG e-auction 340 (2014) 179.
Webportale:
http://numismatics.org/sco/id/sc.1.2389
Die Münze ist weder datiert noch mit dem Zeichen einer Münzstätte versehen. Das Monogramm aus H und P lässt nicht den Schluss auf eine bestimmte Münzstätte zu. Wegen des sich auf einigen Münzen befindlichen Beizeichens "Füllhorn" wies E.T. Newell a.a.O S. 38, die Münze der Münzstätte Ptolemais zu; A. Houghton / C. Lorbeer a.a.O. S. 544 f. plädieren, vor allem aus stilistischen Gründen, für eine unbestimmte Münzstätte in Phönizien unter dem Einfluss von Sidon. Die Datierung stützt sich auf die von diesen Städte ausgegebenen datierten Münzen. Aus ihnen ergibt sich auch, dass Antiochos IX. im Kampf gegen seinen Halbbruder, Antiochos VIII., in der Zeit von 114-111 v. Chr. den Süden Syriens für sich gewinnen konnte (K. Ehling, Untersuchungen zur Geschichte der späten Seleukiden, 164-63 v. Chr., Stuttgart 2008, S. 217-225). Im Jahr 111/110 v. Chr. setzte anschließend die autonome Münzprägung in diesen Städten ein. Die Legitimation zum Kampf gegen seinen Halbruder um den seleukidischen Thron leitete Antiochos IX. aus der Abstammung von Antiochos VIII. her, was er in der Münzprägung durch die Übernahme von dessen Schutzgottheit Athena Nikephoros zum Ausdruck bringt (vgl. G.58.76).
Fotograf Vorderseite: Akademisches Kunstmuseum Bonn
Fotograf Rückseite: Akademisches Kunstmuseum Bonn
Bonn, Akademisches Kunstmuseum
Accession Zugangsart Schenkung
Zitierweise für dieses Objekt: Digitales Münzkabinett des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn, G.58.88
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