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Image files are licensed Public Domain Mark 1.0. Bonn, Akademisches Kunstmuseum, ID3982.
Seleukiden: Antiochos I.
Inventory no: G.58.86
Class/status: Ancient Ruler's issue, Authority: Antiochos I. Soter (324-261 v. Chr.)
Denomination: Tetradrachm
Date: 281-261 v. Chr.
Country: Turkey
Mint: Magnesia ad Sipylum (Ionia)
Obverse: Kopf des Antiochos I. mit Diadem n.r.
Reverse: BAΣIΛEΩΣ / ANTIOXOY. Herakles, nackt, auf einem Felsen, auf den ein Löwenfell gelegt ist, n.l. sitzend, die ausgestreckte Rechte vor ihm auf die Keule, die Linke hinten auf den Felsen gestützt; im Abschnitt zwei Monogramme, davon das rechte aus H und P
Production: struck
Coin, Silver, 16,51 g, 31 mm, 12 h
Sitter:
Antiochos I Soter
Vendor (to prev. Owner):
Gorny & Mosch (Munich)
Previous owners:
Dr. Dieter Bellinger (1939-)
Publications: Seleucid Coins I, 318b; O.D. Hoover, Handbook of Greek Coinage Series, Volume 9, Syrian Coins, Lancaster/London 2009, 129; E.T. Newell, The Coinage of the Western Seleucid Mints, New York 1977, 1456.
Provenance: Spende D. Bellinger; ex Gorny & Mosch 225 (2014) 1622; ex Lanz 46 (1988) 324.
Web Portals:
http://numismatics.org/sco/id/sc.1.318b
Eine Tetradrachme mit demselben Monogramm befand sich in dem um 240-235 v. Chr. vergrabenen Meydancikkale-Fund (A. Davesne / G. Le Rider, Le Trésor de Meydancikkale, Paris 1989, Nr. 2861). Daher wird die Münze mit dem ausruhenden Herakles auf der Rs. an das Ende der Herrschaft von Antiochos I. datiert. Antiochos I. hatte auf seinen Münzen an sich Apollon als Stammvater und Schutzgott herausgestellt. Der Herakles-Typ ist insofern eine Ausnahme. Er wurde nur in griechischen Städten im Nordwesten Kleinasiens geprägt. Als Münzstätte dieser Tetradrachme wird wegen der Identität des Monogramms bzw. aus stilistischen Gründen Magnesia am Sipylos bzw. Smyrna angesehen. Das Münzbild "ausruhender Herakles" findet sich bereits in Abdera (J.M.F. May, The Coinage of Abdera, Plate XIX, 391-397). Die Gründe für die Wahl dieses Münzbilds durch Antiochos I. sind ungeklärt: persönliche Identifizierung mit Herakles am Ende seiner schweren Regierungszeit, Ausdruck einer Allianz kleinasiatischer Städte gegen Eumenes I von Pergamon (vgl. G.40.33) oder Resonanz auf das berühmte Kultbild des Lysippos (A. Houghton / C. Lorber, Seleucid Coins, Part I, Volume I, Lancaster/London 2002, S. 116). Das Münzbild wurde von Euthydemos I. von Baktrien, vielleicht wegen seiner literarisch überlieferten Loyalität gegenüber den Seleukiden, übernommen (vgl. G.60.01).
Bonn, Akademisches Kunstmuseum
Accession Zugangsart Schenkung
Recommended Quotation: Digitales Münzkabinett des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn, G.58.86
Permalink: https://mk-bonn.ikmk.net/object?id=ID3982
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