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Bilddateien sind Public Domain Mark 1.0. Bonn, Akademisches Kunstmuseum, ID3981.

Seleukiden: Antiochos Hierax
Inventarnummer: G.58.85

Münzstand: Antike Herrscherprägung, Autorität: Antiochos Hierax (-227 v. Chr.)

Nominal: Tetradrachme

Datierung: 241-227 v. Chr.

Land: Türkei
Münzstätte: Alexandria Troas (Troas)

Vorderseite: Kopf des Antiochos I., verjüngt und idealisiert, mit geflügeltem Diadem n.r.
Rückseite: BAΣIΛEΩΣ / ANTIOXOY. Apollo auf Omphalos n.l. sitzend, in der Rechten Pfeil, mit der Linken sich auf den am Boden stehenden Bogen stützend; im Abschnitt grasendes Pferd n.l., davor zwei Monogramme

Herstellung: geprägt

Münze, Silber, 16,09 g, 31 mm, 12 h

Dargestellte/r:
Antiochos I. Soter
Veräußerer (an Vorbesitzer):
Gorny & Mosch (München)

Vorbesitzer:
Dr. Dieter Bellinger (1939-)

Literatur: Seleucid Coins I, 878.5; O.D. Hoover, Handbook of Greek Coinage Series, Volume 9, Syrian Coins, Lancaster/London 2009, 399g; E.T. Newell, The Coinage of the Western Seleucid Mints, New York 1977, 1578.

Provenienz: Spende D. Bellinger; ex Gorny & Mosch 225 (2014) 1832; ex Lanz 20 (1981) 272.

Webportale:
http://numismatics.org/sco/id/sc.1.878.5

Die Tetradrachme wurde in Alexandria Troas, der Hauptmünzstätte des Antiochos Hierax, geprägt. Alle dort geprägten Münzen zeigen das Bildnis von Antiochos I., nicht das von Antiochos II. oder des Antiochos Hierax selbst. Unter Antiochos Hierax wurden in Kleinasien nur Tetradrachmen, also weder Silberkleingeld noch Bronzemünzen ausgegeben. Münzfunde, wie der um 240-235 v. Chr. vergrabene Schatz von Meydancikkale, bestätigen, dass der damalige Geldumlauf noch von Tetradrachmen und Drachmen des Alexandertyps beherrscht wurde. Der Anteil des seleukdischen Königsgelds ist demgegenüber gering. Da die unter Alexander und seinen unmittelbaren Nachfolgern (d.h. vor 290 v. Chr.) geprägten Münzen aber schon Jahrzehnte im Umlauf und daher abgenutzt waren, wurden sie - nach einer Bearbeitung des Schrötlings - neu ausgeprägt. Daraus erklärt sich das geringe Gewicht vieler dieser Stücke, darunter möglicherweise auch das Gewicht dieser mit 16,09 g untergewichtigen Tetradrachme (E.T. Newell,The Coinage of the Western Seleucid Mints, New York 1977, S. 345; G. Le Rider / F. de Callatay, Les Séleucides et les Ptolémées, Paris 2006, S. 71-99).

Bonn, Akademisches Kunstmuseum
Accession Zugangsjahr 2015 Zugangsart Schenkung

Zitierweise für dieses Objekt: Digitales Münzkabinett des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn, G.58.85

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