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Bilddateien sind Public Domain Mark 1.0. Bonn, Akademisches Kunstmuseum, ID3910.

Seleukiden: Seleukos I. Nikator
Inventarnummer: G.58.72

Münzstand: Antike Herrscherprägung, Autorität: Seleukos I. Nikator (um 358-281 v. Chr.)

Nominal: Tetradrachme

Datierung: 312-281 v. Chr.

Land: Irak
Münzstätte: Seleukia am Tigris (Babylonia)

Vorderseite: Kopf des Herakles im Löwenfell n.r.; schmaler Einhieb am Rand links, Gegenstempel in der Form von 3 Ringen auf der Wange
Rückseite: ΣEΛEYK[OY // ΒΑΣΙΛΕΩΣ]. Zeus thront n.l., auf der ausgestreckten Rechten Adler, die erhobene Linke stützt sich auf Zepter; Monogramm im linken Feld, unter dem Thron K

Herstellung: geprägt


Sekundäre Merkmale: Gegenstempel aufgebracht. Einhieb

Münze, Silber, 16,85 g, 26 mm, 1 h

Veräußerer (an Vorbesitzer):
Classical Numismatic Group

Literatur: Seleucid Coins I, 117.1d; E.T.Newell, Eastern Seleucid Coins, reprint New York 1978, S.13 Nr. 5; U.Wartenberg / J.H. Kagan, Some Comments on a new Hoard from the Balkan Area, in: Traveaux G. Le Rider, London 1999, 395-407 Nr. 86 Pl. 44,86 (dieses Exemplar); O.D. Hoover, Handbook of Greek Coinage Series, Volume 9, Syrian Coins, Lancaster/London 2009, 9d

Provenienz: Spende Förderverein 2013; ex CNG e-auction 305 (2013) 154; ex 1990s Balkan Area Hoard CH IX, 196 (dieses Exemplar)

Webportale:
http://numismatics.org/sco/id/sc.1.117.1d

Die Münze wurde in der von Seleukos I. um 305 v. Chr. neu gegründeten Stadt Seleukeia am Tigris ausgegeben. E.T. Newell zählt sie zur Serie I, Gruppe A mit dem Vs.-Stempel 16. Die Analyse der Funde von B. Kritt (The Early Seleucid Mint of Susa, Lancaster 1998, S. 99-105) setzt den Prägebeginn in die Zeit um 300 v. Chr. In der Werkstatt 1 werden Tetradrachmen mit dem Adler, später in der Werkstatt 2 Münzen mit der Nike auf der Hand des Zeus geprägt. - Die Münze befand sich als Nr. 86 in dem sog. Balkan-Fund der frühen 1990er Jahre. Von den 78 Tetradrachmen trugen alle einen scharfen Einhieb, 43 zusätzlich einen Gegenstempel in Form von 3 Ringen. U. Wartenberg / J.H. Kagan nehmen ein Vergrabungsdatum um 240 v. Chr. an. Funde mit Münzen von Philipp II., Alexander III. und seinen unmittelbaren Nachfolgern - einschließlich ihrer Imitationen - sind kennzeichnend für den Geldumlauf in der Balkanregion im 3. Jh. v. Chr. (U. Peter, Die Münzen der thrakischen Dynasten (5.-3- Jh. v. Chr.) Berlin 1997, 165-171). Weitere Münzen aus dem Balkan Hoard: G.13.87, G.13.88 und G.12.35

Bonn, Akademisches Kunstmuseum
Accession Zugangsart Schenkung

Zitierweise für dieses Objekt: Digitales Münzkabinett des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn, G.58.72

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