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Bilddateien sind Public Domain Mark 1.0. Bonn, Akademisches Kunstmuseum, ID3342.
Makedonien: Alexander III.
Inventarnummer: G.13.052
Münzstand: Antike Herrscherprägung, Autorität: Alexandros III. (336-323 v. Chr.), König von Makedonien (356-323 v. Chr.)
Nominal: Tetradrachme
Datierung: 333-323 v. Chr.
Land: Türkei
Münzstätte: Tarsos (Kilikia)
Vorderseite: Kopf des Herakles im Löwenfell n.r., Perlkreis
Rückseite: ΑΛΕΞΑΝΔΡΟΥ. Zeus mit Adler auf einem Hocker n.l. thronend, auf der ausgestreckten Rechten Adler, die Linke auf Blumenzepter gestützt, die parallel dargestellten Beine auf Fußbank gesetzt, unter dem Thron Θ, links im Feld Pflug; das Ganze im Perlkreis
Herstellung: geprägt
Münze, Silber, 17,20 g, 27 mm, 9 h
Veräußerer (an Vorbesitzer):
Gorny & Mosch (München)
Vorbesitzer:
Dr. Dieter Bellinger (1939-)
Literatur: M. J. Price, The Coinage in the name of Alexander the Great und Philipp Arrhidaeus, London 1991, Nr. 3021
Provenienz: Spende D. Bellinger; ex Gorny & Mosch 159 (2007) 110.
Webportale:
http://numismatics.org/pella/id/price.3021
Die Münze wurde in Tarsos geprägt. Während die Darstellung des Herakles auf der Vorderseite in der makedonischen Tradition der Münzprägung steht, folgt die des Zeus auf der Rückseite dem Münzbild des Baal auf den in Tarsos geprägten Stateren des Mazaios (vgl. G.52.17). Für letzteres spricht die Darstellung der parallel gesetzten Beine, die des Hockers, die der Fußbank und die des Zepters. Aus der Übernahme dieser Darstellungen wird geschlossen, dass die Alexander-Tetradrachmen nicht in Makedonien im Jahr 336 v. Chr. (O. Morkholm, Early Hellenistic Coinage, Cambridge 1991, 42-44), sondern in Tarsos nach der Schlacht bei Issos im Herbst 333 v. Chr. eingeführt worden sind (O.H. Zervos, Near Eastern Elements in the Tetradrachms of Alexander the Great: The Eastern Mints, in Morkholm/Waggoner, Essays Thompson, Wetteren 1979, 295-305; H.A. Troxell, Studies in the Macedoninan coinage of Alexander the Great, ANSNS 23 (1997). Diese sog. niedrige Chronologie beeinflusst die Interpretation der von Alexander gewählten Münzbilder: Sie sind nicht nur aus der griechischen (Zeus/Herakles), sondern auch aus der phönizisch-kilikischen Tradition (Baal/Melkart) zu verstehen.
Bonn, Akademisches Kunstmuseum
Accession Zugangsart Schenkung
Zitierweise für dieses Objekt: Digitales Münzkabinett des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn, G.13.052
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